Was essen Katzen in der Natur?

Die Frage was Katzen außer Katzenfutter fressen ist eine sehr essentielle Frage, um den Organismus Katze besser zu verstehen. Die richtige Katzenernährung ist prinzipiell nicht schwer zu verinnerlichen, wenn man sich etwas mit ihr auseinandersetzt. Ein paar grundlegende Regeln gilt es jedoch zu merken, die man beim Füttern der Stubentiger beachten sollte. Viele Katzenhalter schwören auf Trockenfutter und weil es der Katze so gut schmeckt füttern sie die Katze mit nichts anderem. Das ist jedoch grundlegend falsch, denn Katzen benötigen vor allen Dingen gutes Nassfutter. Welche Themen hier bei der alltäglichen Katzenfütterung wichtig sind und welches Nassfutter das Beste ist, soll erläutert werden.

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Die Katzennahrung in der Natur – alles außer Katzenfutter

In der Natur ernähren sich Katzen sicherlich nicht von menschlichen Essensabfällen oder bekommen fertiges Katzenfutter mit künstlichen Aromen serviert. Auch Zucker steht nicht auf deren Ernährungsplan. Gar ist Zucker für Katzen sogar kontraproduktiv, da Saccharose und Kohlenhydrate im Allgemeinen im Körper von Katzen nur zu geringen Mengen umgesetzt werden können. Um Zucker zu zersetzen ist ein aufwändiges System aus Enzymen wie Amylasen, Stärke und Glukokinase zur Zersetzung des Traubenzuckers in der Bauchspeicheldrüse und der Leber notwendig. Die Glukokinase zeigt im Körper der Katze allerdings nur eine geringe Aktivität- Aus diesem Grunde kann der Katzenorganismus mit Kohlenhydraten und Zucker nicht viel anfangen. In der Pubertät verlieren die Kätzchen auch die Fähigkeit Milchzucker aus der Muttermilch richtig zu verwerten. Es sei denn die Katze ist ein Leben lang an den Verzehr von Milch gewöhnt.

Pflanzen und Kohlenhydrate sind in der freien Natur im Essensplan der Katze also nahezu nicht zu finden – höchstens im Magen eines Beuteltieres, dass sie fangen und verspeisen. Deshalb vertragen sie pflanzliche Erzeugnisse auch in geringen Mengen. Viele Hersteller von Tierfutter fügen aber hauptsächlich Getreide und andere pflanzliche Abfälle dem Katzenfutter hinzu. Auch deshalb ist Katzenfutter ohne Getreide und mit viel Fleisch deutlich teurer – sie versuchen so einen geringen Preis aufrecht zu erhalten. In der Natur essen Katzen also vor allem viel Fleisch in Form von Mäusen, Ratten und Beuteltieren aller Art zum Beispiel. Nüsse, Früchte oder Pflanzen werden in der Regel ignoriert. Doch die Katze nimmt in der Natur auch Ballaststoffe zu sich – über Knochen, Fell und Federn zum Beispiel.

Milchprodukte und natürliche Zusätze

Möchte man der Katzennahrung etwas Ballaststoffe hinzufügen, so reichen 3% geraspeltes Gemüse völlig aus, notwendig ist es aber prinzipiell nicht. Etwas Lachsöl und Fischöl wäre eine noch sinnvollere Ergänzung. Milchprodukte allerdings stehen nicht auf dem natürlichen Ernährungsplan der Katze. Gesalzene oder gewürzte Speisen sind ebenso Tabu bei Katzen – zudem mögen die meisten Stubentiger keine Zitrusfrüchte oder Knoblauch sowie Zwiebeln. Katzen fressen also nicht alles, Hunde sind da schon etwas weltoffener.

Was Katzen fressen: Die Katze ist ein Carnivore

katze-birne-essenDie Katze ist im Prinzip ein richtiger Carnivore. Fleisch, Fleisch und nochmal Fleisch. Aber Vorsicht, nicht jedes Fleisch ist für die Katze gesund. Schweinefleisch gehört nicht in die Katzennahrung. Weder roh noch gekocht, es wird nicht gut vertragen – rohes Schweinefleisch kann für die Katze sogar tödlich sein. Das liegt daran, dass Schweine im rohen Fleisch einen für Katzen und Hunde tödlichen Virus enthalten.

Keine konservierten Lebensmittel, pflanzliche Komponenten oder Hülsenfrüchte, Zwiebelgewächse oder Süßigkeiten, stattdessen Fleisch von der Pute, Hühnchen, Kaninchen, Fisch oder auch exotischere Fleischsorten wie Känguru oder Reh eignen sich. Hier gibt es auf dem Markt viele verschiedene, für die Katze essbare Varianten. Man sollte jedoch auf einen hohen Fleischanteil von über 50% schauen und die Inhaltsstoffe genauer ins Auge fassen, wenn man die Katze wirklich gesund ernähren möchte. Hier kann auch das Thema Barfen für Katzen interessant sein.

Fütterungsempfehlung für Katzen

Wieviel man der Katze zu Essen gibt hängt von vielen Faktoren wie Alter und Lebensumstände ab. Generell fressen junge Babykatzen in den ersten Monaten meist mehr und ältere, träge Seniorenkatzen weniger. Es gibt hierzu auch spezielles Senioren-Katzenfutter, welches speziell auf die ernährungstechnisch wichtigen Bedürfnisse von älteren Katzen zugeschnitten ist. So auch für Baby-Katzen. Die richtigen Fütterungsempfehlungen für erwachsene Katzen sind in der Regel direkt auf der Dose niedergeschrieben. Sollte man sich dennoch unsicher sein kann der folgende Artikel hilfreich sein.

Fazit: Was essen Katzen wirklich?

Was Katzen also essen sollte in diesem Artikel ganz ersichtlich sein, nämlich vor allem Fleisch und kein Getreide, Zucker oder andere Abfälle, die als Füllstoffe dienen. Manchmal muss man eben etwas mehr Geld ausgeben, wenn die Katze gesund ernährt werden soll. Hält man sich an die obigen einfachen Regeln, was die Katzennahrung angeht, so kann man nicht viel falsch machen und die Katze sollte ein langes und gesundes Leben führen.